Tätigkeitsbereich

Initiieren und vertreten

Im Zentrum des Tätigkeitsbereichs «initiieren und vertreten» stehen die Ermittlung und Klärung der Interessen der RZU-Mitglieder. Bei Bedarf kann die RZU zwischen Mitgliedern mit unterschiedlichen Positionen und Interessen vermitteln und gemeinsame Interessen ihrer Mitglieder nach aussen vertreten. Zentrale Gefässe und Formate in diesem Tätigkeitsbereich sind die RZU-Regionspräsidienkonferenz, die Dialogprozesse sowie die Runden Tische. Alle behandelten Themen sind im aktuellen Jahresprogramm verankert, das im Mitgliederkreis bestimmt worden ist.

Förderung des planungspolitischen Dialogs zwischen den Mitgliedsregionen

RZU-Regionspräsidien­konferenz

Die RZU-Regionspräsidien­konferenz unterstützt den Austausch zwischen den Regionspräsidien und ermöglicht die Erarbeitung gemeinsamer Positionen der Mitgliedsregionen. An der Konferenz werden auch die Themen bestimmt, die von der RZU in die halbjährliche Aussprache zwischen dem Baudirektor oder der Baudirektorin und den Regionspräsidien eingebracht werden.

RZU-Dialogprozess

Ortsdurchfahrten

Seit 2017 engagieren sich der RZU-Vorstand und die Präsidenten der Mitgliedsregionen für siedlungsorientierte Ortsdurchfahrten. Die Gestaltung der Ortsdurchfahrten soll inskünftig auf die Ziele einer hohen Standort- und Lebensqualität sowie einer konsistenten Innenentwicklung in den Gemeinden abgestimmt sein.

Adliswil_Albisstrasse

Albisstrasse in Adliswil

Foto: © RZU (2010)

Anfang 2018 stimmten die Regierungsrätin Carmen Walker Späh und der damalige Regierungsrat Markus Kägi dem Antrag des RZU-Vorstands zu, eine Arbeitsgruppe zum Thema Ortsdurchfahrten einzurichten. Der RZU-Geschäftsstelle wurde das Mandat zur Konzeption eines Dialogprozesses erteilt. Der Prozess wurde 2019 vom Kanton vorläufig sistiert, damit er vorgängig ein kantonsrätliches Postulat beantworten kann. Der RZU-Vorstand und die Regions­präsidenten setzen sich dafür ein, dass der Prozess im Jahr 2020 gestartet werden kann. Sie brachten das Thema auch an den letzten Aussprachen des Baudirektors mit den Regionspräsidien vor.

RZU-Dialogprozess

Autobahnen im urbanen Gebiet

2018 hat der Vorstand beschlossen, dass die RZU einen jährlichen Austausch zwischen dem Bundesamt für Strassen ASTRA, dem Kanton Zürich und den interessierten Regionen etablieren wird. Eine aus interessierten Mitgliedern zusammengesetzte Arbeitsgruppe bereitet diesen Austausch vor. Zum Umgang mit Stadtauto­bahnen werden die notwendigen Grundlagen bereitgestellt sowie die Positionen der betroffenen Gemeinden und Regionen eingeholt und zusammengeführt. Die RZU-Geschäftsstelle ist für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung aller Sitzungen des Dialogprozesses verantwortlich.

201008 Autobahn in urbanem Gebiet

Foto: © RZU

RZU-Dialogprozess

Agenda Wachstum+

Ende 2016 startete die RZU auf Anfrage der Stadt Zürich den Dialogprozess «Agenda Wachstum+». Der Prozess bezieht die wachstumsstarken Städte und Gemeinden im Zürcher Kernraum ein und widmet sich den von Wachstumsfragen geprägten grenzüberschreitenden Räumen. Im Rahmen des Projekts wurden acht grenzüber­schreitende Fokusräume zwischen der Stadt Zürich und der jeweils angrenzenden Gemeinde definiert und gemeinsam in einem Workshop reflektiert. Daraus entstand eine Liste von Themen und Aufgaben, die weiter­bearbeitet wurden. Beispiele sind die Verfügbarkeiten von Flächen und grossen Arealen, die koordinierte Entwicklung von Landschafts- und Strassenräumen oder Freizeit- und Erholungsflächen oder die gegenseitig abgestimmte Verkehrssteuerung. 2020 wird eine Folgeveranstaltung mit einer «Projektreview» und einem Erfahrungsaustausch durchgeführt.

Runder Tisch

Wirkungsvollere Beteiligung Regionen und Gemeinden bei Planfestlegung

Verschiedene Mitgliedsregionen und -gemeinden sind der Ansicht, dass sie in unterschiedlichen Themenbereichen nicht ausreichend in die Planungsprozesse der kantonalen Amtsstellen eingebunden werden bzw. die Zusammenarbeit zwischen kantonalen Amtsstellen, Regionen und Gemeinden unter Berücksichtigung der jeweiligen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten verbessert werden sollte. Deshalb gaben sie der RZU im Jahresprogramm 2019/20 den Auftrag, einen Runden Tisch zur wirkungsvolleren Beteiligung von Regionen und Gemeinden bei der Planfestlegung durchzuführen. In einem ersten Schritt sollen dabei die Gründe für die kritische Einschätzung der aktuellen Situation, relevante Themen bzw. Projekte sowie mögliche Anpassungen ermittelt werden.

Runder Tisch

Gewässerraumfestlegung

Die Gewässer sind ein Schlüsselelement für die zukünftige Entwicklung des RZU-Gebiets: für den Natur- und Ressourcenschutz, aber auch für die Erholung. Die aktuell laufende Festlegung des Gewässerraums ist jedoch umstritten. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen des Runden Tisches zur Gewässerraumfestlegung die Ausgangslage, die Aufgabenstellung sowie der Abstimmungs- und Koordinationsbedarf gemeinsam geklärt und festgehalten werden. Falls möglich sollen Empfehlungen zur Lösung und Umsetzung der inhaltlichen und prozessualen Erkenntnisse aus dem Runden Tisch gemacht werden.

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «initiieren und vertreten»

Dialogprozess «Nutzungs­­vorgaben für regionale Arbeitsplatz­gebiete» (2018–2019)

Im Rahmen des breit abgestützten Dialogprozesses wurden Empfehlungen für die Nutzungsvorgaben in regionalen Arbeitsplatzgebieten ausgearbeitet, die das kantonale Amt für Raumentwicklung umsetzen wird.

Zwischen 2018 und 2019 führte die RZU-Geschäftsstelle gemeinsam mit dem kantonalen Amt für Raumentwicklung (ARE) einen mehrstufigen Dialogprozess zum Thema «Nutzungsvorgaben in Arbeitsplatzgebieten» durch. Auftraggeber war der damalige Regierungsrat Markus Kägi. In diesem breit abgestützten Prozess wurden die Nutzungsvorgaben für Betriebe des produzierenden Gewerbes, die im kantonalen Richtplan und in den regionalen Richtplänen festgelegt sind, im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit analysiert. Auf dieser Basis wurden Alternativvorschläge zu den bisherigen Ansätzen und Vorgehensweisen entwickelt. Anfang 2019 konnte der Prozess mit einer durch die Arbeitsgruppe erarbeiteten Empfehlung zum weiteren Vorgehen abgeschlossen werden. Im Anschluss daran beauftragte Baudirektor Markus Kägi das kantonale ARE mit der Umsetzung der Empfehlung. Die Hintergründe, der Prozess und die Ergebnisse des Dialogprozesses wurden auch in einem Artikel in der Ausgabe 07–08/2019, S. 18–19, der «Zürcher Wirtschaft», der Mitgliederzeitung des KMU- und Gewerbeverbandes Kanton Zürich (KGV), zusammenfassend dargestellt.